Kontakt: info@fragmentlab.org

Über Vincent Jurr

Ich studiere Produktdesign an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Im Zentrum meiner Arbeit steht das Interesse an der Schnittstelle zwischen Objekt, Bewegung und Inszenierung. Film und Theater sind stetige Inspirationsquellen – insbesondere die Frage, wie Dinge lebendig wirken können und wie Gestaltung zur Erzählung beiträgt.

Ich begreife Gestaltung als einen Prozess zwischen Technik und Imagination, Funktion und Narration. Besonders interessieren mich Objekte, die nicht statisch sind, sondern reagieren, agieren oder eine eigene Präsenz entwickeln. 

Ein wiederkehrendes Thema meiner Arbeit ist die Übersetzung von Bewegung: In einer selbst entwickelten Homunkulus-Figur experimentierte ich mit Bowdenzügen, um mechanische Abläufe in organische Bewegungen zu übertragen. Während eines Mode-Gastsemesters vertiefte ich diese Auseinandersetzung, indem ich mechanische Stulpen entwarf, die die Bewegung des menschlichen Arms in eine sichtbare, technische Bewegung transformieren. Mode ist ein gibt mir schon seit langem die Möglichkeit meinen formgebenden Gefühlen freihen Lauf zu lassen. Frei von einem zwingenden Nutzen konzentriere ich mich ganz auf die Siluette. Dieses interdisziplinäre Denken nehme ich dann auch in meiner produktdesignerischen Arbeit auf. 

Interdisziplinär sind auch die verschiedene Technische Tools, die meinen Gestaltungsprozess beeinflussen, so sind auch meine eher Künstlerischen Projekte stark durch Technologie geprägt. Dazu zählen der Bau eines abgestürzten UFOs sowie einer Roboterstatue für eine Science-Fiction-Veranstaltung. Diese Arbeiten drücken mein Interesse an Szenografie, Illusion und körperlicher Präsenz von Objekten deutlich aus.

Meine vielseitigen Interessen und Erfahrungen sehe ich als Grundlage, diese Themen in einem professionellen Umfeld weiterzuentwickeln und zu vertiefen.